Makramee Knoten – Rippenknoten

Der Rippenknoten ist wie der Kreuzknoten einer der am häufigsten genutzten Makramee Knoten. Rippenknoten eignen sich zum Beispiel sehr gut, um etwas „einzurahmen“ bzw. es optisch so wirken zu lassen. Er wird auch Doppelschlag genannt, da er aus zwei halben Schlägen besteht.

Es gibt verschiedene Varianten von dem Rippenknoten. Es gibt ihn in der horizontalen Variante, in der diagonalen, in der vertikalen und dann noch in der rückwärts gerichteten Variante. Dazu kannst du ihn dann immer noch von rechts nach links oder von links nach rechts knüpfen. Das klingt komplizierter als es ist, denn es ist immer der selben Knoten, den du knüpfst. Du hältst nur den Leitfaden etwas anders. Er bestimmt die Richtung des Knotens.

Rippenknoten Horizontal

Für den horizontalen Knoten hältst du den Leitfaden (dunkler Faden) horizontal. Die Arbeitsfäden hängen senkrecht nach unten. Der helle Faden ist der Arbeitsfaden. Um es für den Anfang leichter zu machen, gibt es hier in der Erklärung nur einen Arbeitsfaden. In Schritt 6 kommen mehr dazu, aber du kannst auch nur mit dem einen weitere Rippenknoten machen.

Von rechts nach links

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Wenn du von rechts nach links knüpfen möchtest, fängst du rechts an, in dem du den Arbeitsfaden hinter den Leitfaden legst.

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Im nächsten Schritt legst du den Arbeitsfaden über den Leitfaden, sodass er links von seiner anderen Fadenhälfte liegt.

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Dann führst du den Arbeitsfaden hinter den Leitfaden und rechts neben seiner anderen Fadenhälfte hindurch.

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Die entstandene Schlaufe ziehst du schön fest. Achte dabei darauf, dass der Leitfaden straff gezogen ist. Dann nimmst du das Fadenende von dem Arbeitsfaden und legst ihn links daneben über den Leitfaden.

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Jetzt führst du den Arbeitsfaden hinter den Leitfaden hindurch, sodass er zwischen dem aufliegenden Faden und der ersten Schlaufe liegt. Du legst ihn dann über den Arbeitsfaden.

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Das ziehst du jetzt fest, in dem du den Leitfaden schön stramm ziehst. Ansonsten würde sich der Knoten komisch verdrehen. Wenn das aber richtig geklappt hat, sollte der Knoten so aussehen wie auf dem Bild.

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Natürlich kannst du das auch mit mehreren Arbeitsfäden machen. Die legst du einfach parallel zu dem ersten Arbeitsfaden hin und führst mit jedem davon die beschriebenen Schritte durch.

Von links nach rechts

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Für die andere Richtung fängt du links an und legst wieder den Arbeitsfaden hinter den Leitfaden.

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Im nächsten Schritt legst du den Arbeitsfaden über den Leitfaden, sodass er rechts von seiner anderen Fadenhälfte liegt.

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Dann führst du den Arbeitsfaden hinter den Leitfaden und links neben seiner anderen Fadenhälfte hindurch.

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Die entstandene Schlaufe ziehst du schön fest. Achte dabei darauf, dass der Leitfaden straff gezogen ist. Dann nimmst du das Fadenende von dem Arbeitsfaden und legst ihn rechts daneben über den Leitfaden.

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Jetzt führst du den Arbeitsfaden hinter den Leitfaden hindurch, sodass er zwischen dem aufliegenden Faden und der ersten Schlaufe ist. Du legst ihn dann über den Arbeitsfaden.

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Das ziehst du jetzt fest, in dem du den Leitfaden schön stramm ziehst. Ansonsten würde sich der Knoten komisch verdrehen. Wenn das aber richtig geklappt hat, sollte der Knoten so aussehen wie auf dem Bild.

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Natürlich kannst du das auch mit mehreren Arbeitsfäden machen. Die legst du einfach parallel zu dem ersten Arbeitsfaden hin und führst mit jedem davon die beschriebenen Schritte durch.

Varianten

Wie eingangs schon gesagt, gibt es außer der horizontalen Standard-Variante noch weitere Varianten. Der Einfachheit halber erkläre ich hier nur die Richtung von links nach rechts. Wenn du den Knoten anders herum knüpfen möchtest und es dir schwer fällt umzudenken, kannst du dich an den obigen Schritten orientieren. Die folgenden Varianten unterscheiden sich nur in der Lage des Leitfadens. Der Knoten bleibt gleich.

Diagonal

Die erste Variante ist der diagonale Rippenknoten. Es erfordert etwas Übung ihn gleichmäßig zu knüpfen, sodass eine schöne Diagonale entsteht. Aber das ist Übungssache, also probiere es einfach immer wieder aus.

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Hier solltest du darauf achten, dass der Leitfaden die ganze Zeit über gleichmäßig schräg gehalten wird. Der Arbeitsfaden liegt wieder hinter dem Leitfaden.

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Du legst nun den Arbeitsfaden über den Leitfaden und führst ihn links neben seiner anderen Fadenhälfte und unter dem Leitfaden hindurch.

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Ziehe den Knoten schön fest und achte darauf, dass der Leitfaden stramm gehalten wird.

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Jetzt legst du den Arbeitsfaden wieder über den Leitfaden. Dann führst du ihn zwischen dem aufliegenden Faden und den ersten Knoten unter den Leitfaden hindurch. Danach legst du ihn über den anderen Teil des Arbeitsfadens rüber.

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Ziehe den Knoten wieder schön fest, in dem du den Leitfaden schön stramm hältst.

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Die weiteren Knoten werden genauso geknüpft. Achte nur darauf, dass der Leitfaden die ganze Zeit sein diagonale Stellung behält. Mit jedem weiten Rippenknoten siehst du immer besser die Diagonale.

Vertikal

Der vertikale Rippenknoten unterscheidet sich dadurch, dass es nur einen Arbeitsfaden und mehrere Leitfäden gibt. Also genau andersherum als in den vorherigen Varianten. Der Einfachheit halber fangen wir aber auch hier wieder mit nur einem Leitfaden an. Das Endergebnis siehst du dann weiter unten.

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Du startest mit dem Arbeits- und Leitfaden, die parallel nebeneinander nach unter hängen. Der linke Faden ist der Arbeitsfaden, den du jetzt unter den Leitfaden hindurchführst.

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Im zweiten Schritt führst du den Arbeitsfaden nach oben und dann über den Leitfaden rüber. Dann legst du den Faden unter den Anfang des Arbeitsfaden hindurch, sodass eine Schlaufe entsteht.

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Diese Schlaufe kannst du festziehen und dann den Arbeitsfaden wieder unter den Leitfaden durch führen.

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Jetzt legst du den Arbeitsfaden über den Leitfaden rüber.

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Dann führst du den Arbeitsfaden unter den Leitfaden hindurch, sodass wieder eine Schlaufe entsteht.

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Auch diese Schlaufe ziehst du jetzt einfach fest, in dem du den Leitfaden straff hältst, damit sich der Knoten nicht verdreht. Und schon hast du den ersten vertikalen Rippenknoten.

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Wenn du mehrere vertikale Rippenknoten knüpfen möchtest, legst du einfach weitere Leitfaden parallel zu den beiden Fäden und wiederholst mit diesen die Schritte 1 bis 6.

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Wenn du dann mehrere nebeneinander geknüpft hast, sieht das ganze dann so aus.

Rückwärts

Dann gibt es noch die Variante den Rippenknoten rückwärts zu knüpfen. Das heißt, dass du den Knoten so knüpfst, dass man die Rückseite sieht und nicht wie bisher die Vorderseite. Der Rippenknoten rückwärts geknotet, bringt etwas Abwechslung in ein Muster mit vielen Rippenknoten. Du kannst ihn natürlich auch diagonal oder vertikal knüpfen, der Knoten ist immer der selbe. Hier zeige ich dir die horizontale Variante von links nach rechts.

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Du fängst mit zwei Fäden an, wobei der linke der Leitfaden (dunkel) ist und der rechte der Arbeitsfaden (hell). Den Leitfaden legst du waagerecht unter den Arbeitsfaden hindurch, sodass der Arbeitsfaden über dem Leitfaden liegt.

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Im zweiten Schritt führst du den Arbeitsfaden unter den Leitfaden hindurch und legst ihn dann links neben der entstandenen Schlaufe über den Leitfaden rüber.

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Jetzt ist der erste Teil des Rippenknotens fertig und du kannst die Schlaufe festziehen.

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Im nächsten Schritt führst du den Arbeitsfaden unter den Leitfaden runter. Dann kommt der Arbeitsfaden wieder über den Leitfaden rüber, sodass eine zweite Schlaufe entsteht. Das Ende des Arbeitsfaden führst du unter den anderen Teil des Arbeitsfaden hindurch.

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Jetzt kannst du den Knoten wieder schön fest ziehen, wobei du wieder darauf achten solltest, den Leitfaden gut straff zu halten, damit sich der Knoten nicht verdreht. Fertig ist der Rippenknoten in der Rückwärts Variante.

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Wenn du mehrere Rippenknoten nebeneinander knüpfen möchtest, legst du einfach weitere Fäden parallel zu den anderen hin und wiederholst die Schritte 1 bis 5.

Das war’s auch schon! Jetzt kennst du die gängigen Varianten des Rippenknotens. Wenn du einen Schritt nicht verstehst oder weitere Fragen hast, schreibe gerne in die Kommentare.

Viel Spaß beim Knüpfen!

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